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Bindung
Bindung bedeutet gegenseitige Zuneigung und Vertrauen.
Dies ist nicht selbstverständlich, sondern wir müssen uns dies mit unserem Welpen erarbeiten.
Eine gute Bindung heißt Urvertrauen in unserem Welpen zu erzeugen, dies ist der Grundstock für das weitere Zusammenleben.
Der Hund sollte darauf vertrauen können, dass er bei seinem Besitzer den notwendigen Halt und die Sicherheit bekommt, die er für seine Entwicklung benötigt. Er muss das Gefühl haben, wenn es „brenzlig“ wird, gibt sein Mensch ihm Halt und Sicherheit. Nur dann wird er in schwierigen Situationen zu ihm laufen und nicht flüchten, nur dann wird er gerne und freudig kommen und nur dann baut die gegenseitige Beziehung auf wirklichem Vertrauen auf.
Eine wichtige Zeit dafür sind besonders die ersten 16 Lebenswochen.
Voraussetzung ist zunächst, dass der Mensch sich auf hundliches Verhalten einstellt bzw. in der Lage ist dieses richtig zu deuten und zu erkennen. Er muss die Körpersprache des Hundes richtig interpretieren, um darauf angemessen reagieren zu können.
Der Welpe kommt zu Ihnen in eine völlig fremde Umgebung und muss gleichzeitig die Trennung von seinen Geschwistern, seiner Mutter und seinem bisherigen Zuhause verarbeiten.
Bei dieser Umstellung sollten Sie als neuer Bindungspartner an seiner Seite sein.
Am Anfang sollte dem Welpen möglichst eine ständige Bezugsperson zur Verfügung stehen. Er benötigt einen geregelten Tagesablauf und liebevolle Nähe, die ihm die nötige Sicherheit gibt.
Kontaktliegen, Streicheleinheiten bei der Fellpflege, aus der Hand füttern, Geduld und Gelassenheit in für den Welpen noch schwierigen Situationen und gemeinsames Kennenlernen der Umwelt sind wichtige Aspekte dabei.
Der Welpe braucht häufige und positive Sozialkontakte mit Artgenossen seiner Altersklasse.
Achten Sie auf Ihre eigene Körpersprache, ihr Hund kann Sie nur richtig lesen, wenn diese mit ihren gegebenen Sichtzeichen übereinstimmt.
Üben Sie mit ihrem Welpen einen kurzen Blickkontakt herzustellen, darauf können Sie aufbauen und werden erkennen wie wichtig und nützlich dies für Ihre Hundeerziehung ist.
Stellen Sie klare Regeln, im täglichen Zusammenleben auf, an denen sich ihr Welpe orientieren kann. Üben sie zunächst unter geringer Ablenkung, um ihrem Welpen möglichst viele positive Lernerfahrungen zu vermitteln.
Ihr Welpe ist äußerst lernbereit, nutzen Sie diese wertvolle Zeit!
Schaffen Sie es, diese notwendige Bindung zu Ihrem Hund aufzubauen und erkennt er Sie als besten Freund und Bezugsperson an, so werden sie im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit stehen.
Eine gute Bindung zwischen Ihnen und ihrem Hund schafft Ihnen eine positive Grundlage für alles weitere Lernen und eine Erziehung, die auf Verstehen, Verständigung und Vertrauen aufbaut. |